Worte wie Waffen - Theaterstück "War doch nur Spaß" sensibilisiert Schüler

Schauspieler Thomas Fritsche ist mit dem Klasenzimmerstück "War doch nur Spaß" in den Klassen 7, 8 und 9 an der Wilhelm-Maier-Schule zu Gast. Fritsche spricht sämtliche Rollen selbst: den Lehrer Weiß, die Schülerinnen Lena und Neshe und die Schüler Alex und Florian. Die vier SchülerInnen werden als Handpuppen dargestellt, verteilt auf vier Jugendliche im Klassenzimmer. Das Stück, nur vordergründig witzig, kippt schnell. "Halts Maul, du Arsch", "du Opfer", "Schreib doch, du Fisch", "Die Schlampe schleimt sich ein": Hier ärgert jeder jeden, Beleidigungen machen die Runde. Eine Jugendsprache, die authentisch rüber kommt und zugespitzt ist. Später in der Diskussionsrunde sagen die Schülerinnen und Schüler, dass sie sich wiedererkannt haben. In den Konflikten wie im Umgang damit. "In der zweiten Stunde fängt das Reflektieren an, das ist genau so wichtig", sagt Fritsche, der der Klasse Fragen stellt. Aufmerksamkeit will er, dafür wie die Schüler miteinander umgehen. Um das Bewußtsein zu schärfen, dass bereits Vorstufen von Beleidigungen den anderen verletzen können - das gilt auch für das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler.
Fritsche berichtet über eine gute Resonanz, auch in Obereisesheim sind die Schüler angetan.
Die Stiftung "Gegen Gewalt an Schulen" vom Aktionsbündnis Winnenden will einen Beitrag zur Früherkennung und Prävention gegen Gewalt an Schulen leisten. Zu ihren Angeboten gehört unter anderem das interaktive Theaterstück. Ulrike Schwellinger, Schulsozialarbeiterin der Schule, knüpfte Kontakt zu der Stiftung und konnte Thomas Fritsche für den ganz anderen Unterricht gewinnen. Die Begleitung der Klassen zum Thema Gewaltprävention erfolgt danach durch die Schulsozialarbeiterin. "Das Theaterstück ist Türöffner für das Thema, Alltagsstrategien für die Umsetzung danach erfolgen in weiteren Projekten mit den Klassen", so Schwellinger.