iThemba an der JHS

Am vergangenen Freitag war es soweit. Die Schüler und Lehrer der Johannes-Häußler-Schule erlebten eine Veranstaltung der besonderen Art. Einen Tag lang wurde mit den Schülern der 8. und 9. Klassenstufe getanzt, gelacht und diskutiert.

iThemba - bedeutet Hoffnung - und genau das wollen die jungen Südafrikaner anderen Jugendlichen weitergeben. Aus einer Mischung von Tanz, Musik, Anspielen, Workshops und interkulturellen Begegnungen brachte iThemba spürbar einen „Afrika-Touch“ an die Johannes-Häußler-Schule in Neckarsulm.

Jedes Jahr bilden sich mehrere Teams in Südafrika und treten dann in umliegenden Ländern, sowie USA, England, Spanien und Deutschland auf. Dort fordern sie Jugendliche heraus, ihren Standpunkt zu aktuellen Themen, wie Gewalt, Rassismus und Identität, neu zu überdenken.

Dem 14-jährigen Harkan hat es gefallen: „Es war einfach mal was Neues. Vor allem die Tänze. Einfach super welche Stimmung die rüber gebracht haben!“ Außerdem habe ihn angesprochen, dass die Mitglieder von iThemba offen über sich und ihre Probleme gesprochen haben. Wie zum Beispiel Wes-lee aus Durban, Südafrika: „Ich war früher gewalttätig und habe vieles getan, dass ich heute bereue“, erzählt der 19-Jährige authentisch. Heute habe er dazu eine andere Einstellung und sei sich klar darüber, hätte er so weiter gemacht, hätte er sich seine Zukunft verbaut.
Den Schülern deutlich zu machen, dass es Hoffnung für ihr Leben gibt, ist den jungen Südafrikaner gelungen. Obwohl viele von iThemba selbst aus schwierigen Lebenssituationen kommen, wie Armut, häusliche Gewalt, Drogen, Arbeitslosigkeit oder Krankheit, sind sie unterwegs mit einer Botschaft: Hoffnung!